DCC-Decoder

In einem 2-Leiter ( Gleis- ) System wird eine pulsierende rechteckförmige Spannung durch einen Signalgenerator ( z.B. DCC-Zentrale und Booster ) eingespeist, deren Pulsfolge Informationen für die angeschlossenen Verbraucher enthalten. Siehe hierzu "NMRA: S-9.1 Electrical Standards for DCC" Die Höhe der Spannung richtet sich nach den Verbrauchern, so ist es bei Spur N Lokomotiven etwa 12V, magnetisches Zubehör liegt da meist noch etwas darüber, insbesondere das von ROCO. Ich verwende die Zentrale "Z1" von "www.opendcc.de", die dazu passenden Zubehördecoder 1 und 2 sowie die Booster, alles ebenfalls von www.opendcc.de. Ich finde, das ist eine hervorragende und zuverlässige Lösung, welche auch in der Open-Source Gemeinde unter "RocRail.net" hohe Beachtung findet, soll auch heißen, dass diese Zentrale mit der grafischen Oberfläche und Steuerungslösung einer Modellbahn-Anlagensteuerung sehr gut unterstützt wird.

 

Da nun im Gegensatz zum analogen Betrieb die Spannung immer in voller Höhe an den Gleisen anliegt, können Zugbeleuchtungen und Schlußlichter vorbildgetreu betrieben werden, auch wenn der Zug gerade einmal steht. Auch ist es möglich mehrere Züge auf dem gleichen Gleisabschnitt fahren zu lassen - egal ob in gleicher oder gegensätzlicher Richtung oder mit verschiedenen Geschwindigkeiten. Das Geheimnis hierin liegt, dass jede Lokomotive, jede Triebwageneinheit und jeder Wagen mit einem eigenen Decoder ausgerüstet wird. Jeder Decoder hat seinen Namen - sprich Adresse - und wird über das DCC-Protokoll angesprochen. Die Informationen werden hier über das Gleis für jeden Decoder nacheinander übertragen und öfter wiederholt, falls Störungen bei der Signalaufnahme durch z.B. schlechten Schienenkontakt auftraten und die Information nicht richtig decodiert werden konnte.

 

Ich habe noch einige ältere Lokomotiven in Betrieb, die über keine NMRA Schnittstelle verfügen. ( Das ist der Steckplatz für den Decoder ) Auch sind die Motoren oft nur 3-polig ausgeführt und sind daher in Punkto "feinfühlige Steuerung" auch etwas schwieriger zu handhaben. Mit Hilfe meiner Decoder ist das Problem ganz gut in den Griff zu bekommen. Der Trick ist eigentlich ganz simpel: Die Motoren werden mit relativ niedriger Frequenz angesprochen, so dass der Rotor sich von Stator zu Stator weiterrüttelt. Aus diesem Grund kann die Ansteuerfrequenz von 2Hz bis 16KHz variieren. ( Schritte in annähernder 2er Potenz ) Dadurch können träge Motoren recht gut langsam in Fahrt gebracht werden, aber auch Glockenankermotoren betrieben werden. Die Einstellung geschieht mit Hilfe einer CV. Das ist ein Parameter, der im nicht flüchtigen Speicher des Decoders abgelegt ist und daher immer zur Verfügung steht.

Im folgenden stelle ich ein paar Decoder für die unterschiedlichsten Anwendungen vor:

  • Ein simpler Decoder mit ATTiny 15 ( dieser Prozessor ist allerdings abgekündigt, vielfach jedoch noch verfügbar )
  • Fahrdecoder mit ATTiny 45 bzw. 85
  • Sonderdecoder für Schienenschleifer, Staubsaugerwagen
  • Wagendecoder mit ATTiny 15 oder ATTiny 45 bzw. 85

 

Mit ein paar Vorschlägen zum Decodereinbau runde ich diese Seite ab.